Arbeit bei Sommerhitze 2017

Aktuelles

Temperatur im Büro (© Michael Schütze - Fotolia.com).jpg

Arbeit bei Sommerhitze

Dagegen steigen die körperliche Beanspruchung und die Unfallgefahr. Außerdem kommt es bei vielen zu erhöhten Herz-Kreislaufbelastungen.
Grundsätzlich gilt, dass die Temperatur in Arbeitsräumen nicht 26 °C überschreiten soll. Da aber die Außentemperaturen im Sommer häufig die 26 °C- Marke überschritten hat, ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet durch Maßnahmen (etwa durch Getränkeversorgung) die Beanspruchung der Beschäftigten zu mindern.
Wird die 35 °C- Grenze überschritten, ist der Arbeitsplatz ohne Maßnahmen wie etwa Luftduschen oder Entwärmungsphasen nicht mehr als Arbeitsraum geeignet. 

Ein Rechtsanspruch auf Hitzefrei am Arbeitsplatz oder klimatisierte Räume gibt es aber nicht. Der Arbeitgeber ist jedoch dazu verpflichtet, eine Gefährdung für Leben und Gesundheit der Beschäftigten möglichst zu vermeiden und eine verbleibende Gefährdung so gering wie möglich zu halten. Konkrete Hilfestellungen zur Bekämpfung der Hitze am Arbeitsplatz bietet die Arbeitsstättenregel ASR A3.5 „Raumtemperatur“ . Arbeitgeber können davon ausgehen, dass sie rechtssicher handeln, wenn sie die Vorgaben dieser Regel beachten.

Hier ein paar praktische Tipps wie sich Arbeitgeber, aber auch Beschäftigte gegen die Hitze behelfen können, um die Zeit bis zum Feierabend etwas erträglicher zu gestalten:

  • Reduzierung der inneren thermischen Lasten (Wärmequellen wie Drucker, Scanner und Kopierer nicht im Arbeitsraum platzieren oder zumindest ihren Gebrauch einschränken)
  • Lüftung in den frühen Morgenstunden organisieren
  • Lockerung der Bekleidungsregelungen
  • Freiluftarbeitsplätze durch „Sonnendächer“ abschatten
  • Bereitstellung geeigneter Getränke (Trinkwasser, Tee)
  • Nutzung von Gleitzeitregelungen zur Arbeitszeitverlagerung (eventuell bestehende Gleitzeitregelungen weiter nach vorne verlegen)
  • Nutzung vorhandener Rollos oder Markisen, um die Sonne auszusperren
  • Einsatz von Lüftern/Ventilatoren, aber Vorsicht vor zu starken Luftstrom, es besteht die Gefahr einen `steifen Hals` zu bekommen
  • körperlich schwere Arbeiten sollte man in den heißen Stunden vermeiden oder zumindest reduzieren und immer wieder kurze Ruhepausen einlegen
  • Beachtung der Pausenzeiten,
  • Für eine Abkühlung zwischendurch kühles Wasser über die Handgelenke fließen lassen
  • Sofern Klimaanlagen installiert sind, sollte die Raumtemperatur nicht mehr als sechs Grad unter der Außentemperatur liegen

Wichtige Informationen zu den aktuellen Regeln im Arbeitsschutz sowie den gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen bietet die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) auf ihrer Homepage: www.baua.de.

Auch der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner apperliert an die Bürgerinnen und Bürger, ihr Verhalten den hohen Temperaturen anzupassen. Mehr Infos dazu finden Sie hier.

 

Bildquelle © Michael Schütze/Fotolia.com

 


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